Am 31. Januar hatten wir, die Klasse 12n, das Vergnügen, im Rahmen des Biologieunterrichtes mit Frau Kotterba einen Tag im Alfred-Wegner-Institut für Polar- und Meeresforschung zu verbringen.

Nach einer kurzen Einführung durch Karsten Reise, dem Leiter der Forschungsstation, durch das Gebäude, wurden wir über die Sandlückenfauna informiert.

Die Sandlückenfauna besteht aus Tieren, die klein genug sind, um zwischen den Sandkörnern am Strand zu leben. Diese leisten einen wichtigen ökologischen Beitrag, denn sie wirken wie eine Art Klärwerk für das Meer. Viele dieser Tiere sind länglich und wurmartig und haben zum Teil Saugnäpfe, um sich am Sand festzukleben und nicht weggespült zu werden. Da sie mit bloßem Auge nur schwer erkennbar sind, betrachteten wir sie unter dem Binokular und dem Mikroskop. Es war sehr interessant, diese kleinen Tierchen aus nächster Nähe zu sehen. Wir bestimmten u. a. Bärtierchen, Vielborster (Polychaeten), Fadenwürmer (Nematoden), Milben (Acari) und Krebstierchen (Copepoden). Nachdem wir nun so viel Leben im Wasser entdeckt haben, wird es beim nächsten Baden im Meer ein seltsames Gefühl sein, aus Versehen Meerwasser zu schlucken.

Im zweiten Teil unserer Exkursion wurden wir darüber unterrichtet, dass bereits 20 Prozent der hier lebenden Arten, fremde Arten oder sogenannte "Aliens" sind. Ein Grund dafür ist, dass immer mehr neue Arten durch den globalen Schiffsverkehr in fremde Regionen getragen werden. Die Larven, zum Beispiel vom Manteltierchen, gelangen über die Ballasttanks der Schiffe in andere Regionen, da die Schiffe das Ballastwasser ablassen müssen, wenn sie in flachere Gewässer fahren. Daher gibt es bei uns im Wattenmeer so viele fremde Arten. Seit wenigen Jahren sind unter anderem Felsenkrabben oder das bereits genannte Manteltierchen bei uns heimisch.

Während unserer Exkursion durften wir unter dem Mikroskop einen Blick auf das Manteltierchen (Styela clava) werfen und es zeichnen, wobei wir auf seinem Bewuchs von zehn darauf sitzenden Arten zwei fremde entdeckten. Der Gespensterkrebs und der Japanische Beerentang, eine Braunalge (welche wir bereits aus dem Biologieunterricht kannten), gehören zu diesen “Aliens”.

Als Vertreter einer weiteren fremden Art betrachteten wir anschließend die Strandkrabben Hemigrapsus sanguineus und takanoi und lernten, sie anhand spezieller Merkmale zu unterscheiden.

Es war unheimlich informativ, wir waren sehr begeistert und arbeiten zum Teil sogar die Pausen hindurch. Wir haben mit großer Aufmerksamkeit gefolgt und bedanken uns bei dem AWI-Team!

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