Projekt Zwergseeschwalbenschutz

Feine Pinsel, Acrylfarben und Vogelattrappen aus dem 3D-Drucker… wie kommt es, dass die Schülerinnen und Schüler der Klassen Eb und Q1 im Unterricht Kunststoffattrappen der Zwergseeschwalben farbig gestalten?

Die Naturschutzgemeinschaft in Braderup startete ein neues Projekt und dazu besuchte uns Charlie Esser von der Nationalparkverwaltung im Unterricht. Wir erfuhren, dass bodenbrütende Seevögel es mittlerweile schwer haben, ihre Jungen aufzuziehen. Dafür gibt es viele Gründe: die Nester und Eier sind gut getarnt, so dass Spaziergänger sie übersehen könnten. Auch Hunde stellen eine Gefahr da. Außerdem können die Nester weggerissen werden, wenn es zu Sturmfluten kommt. Um letzterem Problem gegenüberzutreten, fanden Naturschützerinnen und Naturschützer aus England eine gute Lösung: Sie nutzten Vogelattrappen, die den Zwergseeschwalben ähneln und platzieren diese vor der Brutzeit an höhergelegen Punkten am Strand. Wenn nun die Zwergseeschwalben die Attrappen sehen, bauen sie ihre Nester in deren Nähe und sind somit besser vor Überflutungen geschützt.

Von dieser Idee inspiriert, nahm sich Herr Rohmeyer die Zeit und druckte zahlreiche Vogelattrappen mit dem 3D-Drucker. Er ist der Verantwortliche für den sogenannten Maker-Space am Schulzentrum Sylt und nutzt mit seiner AG die Technik für zahlreiche kreative Ideen und Projekte.

Die Ergebnisse wurden dann in einer gemeinsamen Stunde von den Klassen Eb und Q1, begleitet von Frau Kotterba mit der typischen Stirnzeichnung und grauen Pinselstrichen für das Gefieder farbig ausgestaltet. Nun sind die Vogelattrappen an zwei Punkten am Lister Strand platziert worden und wir sind gespannt, wie das Vorhaben gelingt…

Als Nationalparkschule integrieren wir kontinuierlich das Thema Naturschutz in den Unterricht und freuen uns, wenn wir Projekte aktiv unterstützen können.